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Brandsichere Produktion von Ersatzbrennstoffen

3. November 2020 // blog, Newsmeldungen,

Das Lindner Feuer-Präventionssystem (FPS) ermöglicht ein aktives Vorbeugen von Bränden durch beschädigte Akkus in der Ersatzbrennstoffproduktion durch Erkennung von überhitzten Partikeln im Materialstrom. Eines der ersten Unternehmen, in welchen das Feuer-Präventionssystem zum Einsatz kam, ist die Mayer Recycling GmbH in der Obersteiermark. Die Montanuniversität Leoben baut dazu mit dem Green Tech Cluster ein Innovationsnetzwerk Brandschutz für Unternehmen aus dem Bereich Abfallwirtschaft, Entsorgung und Recycling auf.

Brandrisiko durch Lithiumbatterien

Ein aktuelles Problem in der Aufbereitung von Abfällen zu Ersatzbrennstoffen ist das hohe Brandrisiko durch die ständig steigende Anzahl an Lithiumbatterien im Restmüll. Bei Beschädigung kann eine chemische Reaktion in Gang gesetzt werden, die zu enorm hohen Temperaturen führt, was zu schweren Beschädigungen der Anlage und schlimmstenfalls auch zu einem Großbrand führen kann. Zur Minimierung dieses Risikos erkennt das Lindner FPS (Feuer-Präventionssystem) überhitzte Partikel im Materialstrom, kühlt diese auf ein ungefährliches Niveau oder ermöglicht die sichere manuelle Entnahme von nicht kühlbaren Objekten.

 

Aktive Feuer-Prävention durch Überwachung der Oberflächentemperatur

Als aktive Sicherheitsmaßnahme zur Bekämpfung von potenziellen Brandherden hat sich die prozessbegleitende und kontinuierliche Überwachung der Oberflächentemperatur an mehreren relevanten Stellen innerhalb der Anlagen erwiesen. Das Lindner Feuer-Präventionssystem (FPS) verfügt dazu über optische Sensoren, welche die Temperatur an den Förderbändern ständig messen und vollautomatisch die Kühlung von überhitzten Partikeln im Materialstrom mittels Sprühnebel auslösen. Durch die sehr frühe Detektion dieser Partikel direkt nach dem Schredder werden die meisten Gefahrenquellen schon am Anfang einer thermischen Reaktion erkannt und die benötigte Wassermenge geringgehalten.

Zusätzlich verfügt jede Einheit über einen Kontrollsensor, welcher nicht kühlbare Objekte erkennt. In diesem Fall wird ein Alarm ausgelöst und das Förderband unter einer aktiven Kühldüse zum Stillstand gebracht, um die Gefahrenquelle manuell entfernen zu können. Um das System auch in bereits bestehende Anlagen leicht integrieren zu können, ist das Lindner FPS als platzsparende Plug&Go-Lösung ausgelegt und eignet sich durch die beheizte Box-Ausführung auch zur Aufstellung in kalten Umgebungen.

 

Best-Practice-Beispiel – Mayer Recycling GmbH

Eines der ersten Unternehmen, in welchen das Feuer-Präventionssystem zum Einsatz kam, ist die Mayer Recycling GmbH in der Obersteiermark. Seit Mitte 2019 werden Daten erhoben, die klar die Vorteile der Technologie belegen: Durchschnittlich werden pro Monat über 350 überhitzte Partikel im Materialstrom erkannt. Circa 10 % davon waren nach dem ersten Kühlvorgang immer noch zu heiß für die Weiterverarbeitung, führten zur Auslösung des Alarms und wurden manuell entfernt. Von den entfernten Materialien waren ungefähr 70 % Batterien, bei welchen eine chemische Reaktion eingesetzt hatte. Die restlichen Auslösungen des Systems waren auf kühlbare Materialien wie beispielsweise durch die Zerkleinerung heiß gewordener Metallpartikel zurückzuführen.

 

Innovationsnetzwerk zum Thema Brandschutz

Die Montanuniversität Leoben baut mit dem Green Tech Cluster im Rahmen des Projektes AbER innovation ein Innovationsnetzwerk Brandschutz für Unternehmen aus dem Bereich Abfallwirtschaft, Entsorgung und Recycling auf.

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