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Gefährliche Umweltfragen sauber gelöst

7. November 2018 // blog, Newsmeldungen,

Die Königsklasse der Abfallwirtschaft – so wird die Verwertung und Entsorgung von gefährlichen Abfällen in der Umweltbranche bezeichnet. Und das nicht ohne Grund: Ihr Recycling erfordert ein Höchstmaß an Expertenwissen, viel Erfahrung und spezielle Infrastruktur. Als Komplettanbieter hat Saubermacher schon früh die Entsorgung sämtlicher gefährlicher Abfälle übernommen und beispielsweise bereits 1983 die erste mobile Sonderabfallsammlung durchgeführt. Gleichzeitig hat der Umweltpionier entsprechende Öko-Standards in Österreich und im benachbarten Ausland mitgestaltet und dabei auch neue Maßstäbe in der Abfallverwertung gesetzt. Im Zentrum stand bzw. steht dabei auch bei gefährlichen Abfällen die Leitidee des Unternehmens: Zero Waste, d.h. Stoffkreisläufe bestmöglich zu schließen. Heute manipuliert der Umweltpionier in der gesamten Unternehmensgruppe rund 300.000 Tonnen gefährliche Abfälle pro Jahr.

Umweltschädlich und gesundheitsgefährdend

Gefährliche Abfälle sind umweltschädlich und gesundheitsgefährdend. Daher unterliegen sie einer besonderen Überwachung. Insgesamt fallen pro Jahr rund 1,3 Mio. Tonnen Sonderabfall in Österreich an. Welche Abfälle konkret als gefährlich eingestuft werden, regelt das Abfallwirtschaftsgesetz. Das Gros dieser Stoffe entsteht in der Industrie und in Gewerbebetrieben. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Säuren, Beizen, Laugen, Lösungsmittel oder Schlämme. Bei den oft hochkomplexen Entsorgungsfragen unterstützt Saubermacher seine KundInnen mit speziell ausgebildeten „Solution Managern“. Immer häufiger wird dabei bereits bei Produktdesign und Herstellung angesetzt.

Aber auch in Privathaushalten sind gefährliche Abfälle häufig anzutreffen, wie etwa Schädlingsbekämpfungsmittel, Lithium-Ionen-Batterien, Bleiakkus, Kühl- und Klimageräte, Leuchtstofflampen, Altmedikamente oder Elektroschrott. Neben der Bereitstellung mobiler Problemstoffsammlungen, berät Saubermacher auch kommunale Abfallsammelzentren in sämtlichen Entsorgungsbelangen.

Allgemeiner Trend ist, dass die Menge der gefährlichen Abfälle zunimmt und komplexer wird. Gesetzliche Änderungen wie etwa die neue Definition für das Gefährlichkeitskriterium HP 14 „Ökotoxisch“ führen ebenfalls zu steigenden Anforderungen. Bei dieser komplexen Thematik ist viel Wissen notwendig, das schon bei der richtigen rechtlichen Einstufung der Abfälle gemäß Abfall- und Chemikalienrecht gefragt ist.

Sichere Verwertung nach höchsten Standards

Die Vielfalt der gefährlichen Abfälle ist groß. Gleichzeitig steigt ihre Komplexität und es fallen verstärkt Kleinmengen in unterschiedlichsten Qualitäten an. Zwischenlager und Verwertungszentren, in denen diese Stoffe gesammelt werden, sind daher besonders wichtig. Saubermacher verfügt über ein dichtes Anlagennetzwerk und bietet seinen KundInnen dadurch Entsorgungssicherheit nach höchsten Standards.
Der größte Standort für gefährliche Abfälle befindet sich in Premstätten südlich von Graz. Auf 45.000 Quadratmetern werden hier pro Jahr rund 60.000 Tonnen gefährliche Materialien manipuliert. Das Hightech-Verwertungszentrum besteht aus drei wesentlichen Bereichen: Werkstättenabfall-Splitting-Anlage, physikalisch-biologische Aufbereitungsanlage und Zerlegung und Verarbeitung von Bildschirmen und Elektrogeräten.

Neben dem Standort Premstätten hat Saubermacher im Sommer 2018 seine neue chemisch-physikalische Aufbereitungsanlage für flüssige Abfälle im steirischen Trofaiach in Betrieb genommen. Die Anlage verarbeitet pro Jahr 25.000 Tonnen Abfall und wandelt flüssige Gefahrenstoffe wie Säuren, Laugen und Öl-Wasser-Gemische in sauberes Wasser um. Restbestandteile wie Altöl oder ölhaltige Konzentrate können wiederum als Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie eingesetzt werden.

 

 

Auch mit der neuen High-Tech-Recyclinganlage für Lithium-Ionen-Batterien in Bremerhaven/Deutschland unterstreicht Saubermacher einmal mehr seine Vision „Zero Waste“ umzusetzen. Mit einer Kapazität von 10.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet die deutsche Tochter REDUX Recycling GmbH sämtliche Arten von Lithium-Ionen-Batterien und erreicht Recyclingquoten, die um bis zu 40% über den gesetzlichen Zielwerten liegen.

In Tschechien eröffnete Saubermacher im Spätsommer 2018 eine neue Recyclinganlage für Kühlgeräte. Am Standort in Havlickuv Brod nähe Prag werden pro Jahr rund 170.000 Kühlgeräte verarbeitet. Zentrale Aufgabe der Rückproduktion ist die vollständige Erfassung und fachgerechte Vernichtung der umweltschädlichen FCKW-Anteile. Gleichzeitig ist es aber auch der Anspruch von Saubermacher, möglichst viele Sekundärrohstoffe zu gewinnen, was mit einer Quote von 96% beinahe gänzlich erreicht wird.

Viel Know How, langjährige Erfahrung und ständige Aus- und Fortbildung

Österreich ist in Sachen Umwelttechnologie und Umweltschutz führend. Für den Transport, die Lagerung und das Recycling gefährlicher Abfälle gelten strengste gesetzliche Bestimmungen. Dementsprechend erfordert die Entsorgung dieser Problemstoffe neben der passenden Infrastruktur auch umfangreiches Spezialwissen und viel Erfahrung. Saubermacher setzt hier auf seine erfahrenen ExpertInnen und ihre laufende Aus- und Fortbildung, u.a. im Rahmen der Saubermacher Akademie. Unterschiedliche Stellen arbeiten bereichsübergreifend zusammen, um bei KundInnen zum Beispiel neu auftretenden Gefahrenstoffe bestmöglich zu verwerten: Sales Manager erfassen gemeinsam mit den Kunden das „Abfallproblem“ und bieten ihre Fachberatung an. Solution Manager unterstützen bei der Lösungsfindung und sind dabei eine wichtige Schnittstelle zwischen den hausinternen Divisionen. Stoffstrommanger führen die Abfälle der optimalen Verwertungsschiene zu. Disponenten und ADR–Fahrer sorgen für den fachgerechten Transport und Übernahme- sowie Produktionsverantwortliche sind für die reibungslose Identifikationsanalyse und Behandlung zuständig.

Die unsachgemäße Entsorgung von gefährlichem Abfall zerstört die Lebensgrundlage von Pflanzen, Tieren und Menschen und hat das Potenzial für global spürbare Umweltschäden. Darüber hinaus gehen wertvolle Sekundärrohstoffe verloren. Daher sind gesetzliche Rahmenbedingungen und ihre Einhaltung, spezielle Infra- und Personalstruktur wie die Hightech-Anlagen und das Fachpersonal von Saubermacher für eine lebenswerte Zukunft unverzichtbar.

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