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Neue Aufbereitungsanlage für Industrie- und Gewerbeabwässer

27. September 2018 // blog, Newsmeldungen,

Modernste Verfahren, optimierte Abläufe, Rücksicht auf NachbarInnen: Auf dem letzten Stand der Technik präsentiert sich die neue Aufbereitungsanlage für Industrie- und Gewerbeabwässer von Saubermacher in Trofaiach. Chemische und physikalische Prozesse wandeln flüssige Abfallstoffe wie Säuren, Laugen und Öl-Wasser-Gemische in sauberes Wasser um. Mikroorganismen führen die Endreinigung durch. Jährlich können bis zu 25.000 Tonnen Abfall aufbereitet werden.

Aus alt mach neu – und besser!

Nach diesem Motto hat Saubermacher die im Juni 2017 bei einem Brand schwer beschädigte CP-Aufbereitungsanlage für die Behandlung problematischer flüssiger Abfallstoffe gemäß höchster Umweltstandards völlig neu aufgebaut. „Unser Fokus lag nicht nur auf der Verwendung modernster technischer Systeme, sondern auch auf den Bedürfnissen unserer AnrainerInnen. Wir haben viele Arbeitsschritte vom Außenbereich in geschlossene Hallen verlegt. Auch die Abluftreinigungsanlage wurde komplett erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht“, informierte Hans Roth, Gründer von Saubermacher. Gemäß Zero Waste, der Leitidee des Unternehmens, ist es das Ziel, möglichst viele Reststoffe zu verwerten. „Dabei spielt neben der Technik das Know-how unserer MitarbeiterInnen eine zentrale Rolle“, erläuterte Gerhard Ziehenberger, Technikvorstand von Saubermacher. „Beispielsweise setzen wir gewonnene Restbestandteile wie Altöl oder ölhaltige Konzentrate als Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie ein. Das schont wertvolle Primärrohstoffe und senkt den CO2-Ausstoß“, so Ziehenberger. Nach nur zwölf Monaten Bauzeit startet jetzt der Vollbetrieb.

 

Mit Kalk, Schwerkraft und Bakterien zu sauberem Wasser

Acht Millionen Euro hat das Unternehmen in die Neugestaltung investiert. Das sichert sowohl die fachgerechte Entsorgung für Industrie- und Gewerbebetriebe in der Steiermark als auch im Zentralraum Österreich. Jährlich fallen in Österreich rund 300.000 Tonnen Industrieabwässer an. Die CP-Anlage ist so ausgelegt, dass sie auch die in ihrer Zusammensetzung immer komplexer werdenden flüssigen Abfallstoffe aufbereiten und auch kurzfristig auftretende Mengensteigerungen flexibel behandeln kann.

Mittels Neutralisation, Eindampfanlage, Ultrafiltration und biologischer Nachbehandlung können sämtliche organische und anorganische Flüssig-Abfälle aufbereitet werden. Die Abwässer werden chemisch behandelt, etwa durch Kalk zur Neutralisation von Säuren, sowie physikalisch, zum Beispiel durch Destillieren von Gemischen oder die Nutzung der Schwerkraft in Zentrifugen zur Trennung von Flüssigkeiten und Feststoffen. Am Ende reinigen Bakterien die Wässer soweit, dass sie über die Einleitung in das Kanalnetz wieder in den natürlichen Wasserkreislauf integriert werden können. Die CP-Anlage ist die größte innerhalb der Saubermacher-Gruppe und Herzstück des Standortes in Trofaiach.

Zusätzlicher Schutz für die Umwelt

Saubermacher sorgt bei seinen Betriebsanlagen auch für ausreichend Grünflächen. Am Standort in Trofaiach wurden nun Bienen der Rasse Carnica angesiedelt, die in eigens dafür gestalteten 1.100 Liter-Abfallcontainern untergebracht sind. Mit zehn Völkern leistet das Unternehmen einen weiteren Beitrag zum Erhalt der Bienen und produziert zudem bis zu 300 Kilogramm feinsten Blütenhonig pro Saison.

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