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Ressourcenparks – die Zukunft der Abfallwirtschaft

5. Juli 2018 // blog, Newsmeldungen,

Vordenker im Grünen Herzen Österreichs: In der Steiermark wird Abfall als zukunftsträchtige ökonomische Chance gesehen.

Recycling, Re-Use, Recovery und mo­dernes Ressourcenmanagement – Abfall ist schon längst nicht mehr nur Abfall. In Zeiten des weltweiten Bevölkerungszu­wachses und der damit verbundenen stei­genden Nachfrage an Rohstoffen wird es immer wichtiger, das Wertstoffpotenzial von Abfällen stärker zu nutzen.

Ökologische, soziale Verantwortung
Österreichweit beträgt das Gesamtabfall­aufkommen 60 Millionen Tonnen pro Jahr. „Mit dem Produkt Abfall muss noch viel Wertvolleres passieren, als es einfach nur zu deponieren oder zu verbrennen“, betont Landesrat Johann Seitinger die ökologische und soziale Verantwortung. Eine Verant­wortung, die viele Unternehmen im Green Tech Cluster aktiv mitgestalten. Rund 20 % der Cluster­ Partner sind im Bereich der Abfall­ und Ressourcenwirtschaft tä­tig und wachsen doppelt so schnell wie die Weltmärkte. „Dank Abfall können wir in der Steiermark eine zukunftsfähige regionale Wirtschaftskraft mit großer sozialer Betei­ligung entfachen“, so Seitinger.

Neue Ressourcenparks
Gelingen soll dies auch dank der innovati­ven Planung von Ressourcenparks, den Alt­stoffsammelzentren der Zukunft. Aktuell ist die Altstoffverwertung in der Steiermark auf rund 420 sogenannte Altstoffsammel­ zentren und Problemstoffsammelstellen aufgeteilt, deren kleinteilige Struktur bei Weitem nicht mehr den aktuellen Anforde­rungen der Branche entspricht.

Im Auftrag des Landes Steiermark wurden daher Modelle entwickelt, die den veränder­ten Ansprüchen gerecht werden. So wer­den in Zukunft unter anderem ergänzende Programme, wie zum Beispiel Re­Use­ und Reparaturshops, oder auch Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung berücksichtigt. Auch der Wahl des zukünftigen Standorts dieser Anlagen wird größere Bedeutung zugemes­sen. Die Ressourcenparks garantieren – im Gegensatz zu kleinen dezentralen Einheiten – hohe fachliche Kompetenz des Personals, bürgerfreundliche Öffnungszeiten und die Erfüllung größtmöglicher Sicherheitsstan­ dards.

 

Re-Use
Das Konsumverhalten hat sich in unserer Gesellschaft in den letzten zwanzig Jahren deutlich verändert und zu einem Anstieg auch in der Qualität der entsorgten Ge­genstände geführt. Immer mehr Bedeu­tung wird daher in Zukunft auf wertbe­ständiges Reparieren und die Weiterver­wendung noch brauchbarer Gegenstände gelegt.

Die Relevanz des Themas Re­Use im gro­ßen Maßstab zeigt sich auch in den Plä­nen der „Smart City Graz“. Die „Smart City Graz“ steht für eine energieeffiziente, res­sourcenschonende und emissionsarme Stadt, in der neueste Energietechnologi­en zur Anwendung kommen. Im aktuel­len Projekt „Smart­up“ im Süden von Graz soll durch eine intelligente Vernetzung be­reits bestehender Gewerbetriebe mit dem Schwerpunkt auf Re­Use, Upcycling und Recycling ein Ressourcen­ und Energiever­bund etabliert werden.

www.lebensressort.steiermark.at

www.smartcitygraz.at

 

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