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Wall-E und Rob

23. August 2018 // blog, Newsmeldungen,

In Austin, Texas, betreibt Walter Biel von Recon Services Inc. eine Sortieranlage für gemischte Baurestmassen. Seit kurzem hat er zwei neue Mitarbeiter: die auf computergesteuerte Sortierung spezialisierten Roboter Wall-E und Rob.

Im Jahr 2015 entschloss sich Walter Biel die in die Jahre gekommene Anlage neu aufzubauen: Ein Bunker als Aufgabepunkt, ein Flachsieb und Personal in Sortierkabinen, um Verunreinigungen außer Holz auszusortieren. Das Holz wird mit einem Schnellläufer zu Brennstoff zerkleinert.

 

Im selben Jahr wurde Biel auf Roboterarme von Plexus – Vertriebspartner von ZenRobotics und Schwesterfirma von Komptech Americas – aufmerksam und beschloss eine Einheit mit je zwei mit künstlicher Intelligenz arbeitenden Roboterarmen in seinen bestehenden Sortierkabinen zu installiert. Er taufte sie „Wall-E“ und „Rob“.

Problem Langeweile

Die Roboter waren voll funktionstüchtig, dennoch kam bei ihnen Langeweile auf, da die Beschickung nicht richtig funktionierte. Die Roboter bedienen sich verschiedenster Messmethoden um die ertragreichen oder besonders störenden Fraktionen aus dem Material auszusortieren. Nachdem die Vorbehandlung mit einem Flachsieb durchgeführt wird, erreichen neben dem Holz auch flächige und feine Teile das Band. Ein weiteres Problem stellt die kontinuierliche Beschickung des Sortierbandes dar, die aufgrund von Verstopfungen im Flachsieb nicht immer gewährleistet werden kann.

Nur ein Umbau der Anlage könnte die Effizienz der beiden Roboter erhöhen. An diesem Punkt kamen die Aufbereitungsspezialisten von Komptech Americas und Plexus ins Spiel, die gemeinsam mit dem Projektbüro in Wien die Anlage unter der Voraussetzung, bestehende Maschinen und Bänder wieder zu verwenden, umplanten. Eine Vorzerkleinerung sowie eine Trennung von zwei- und dreidimensionalen Teilen, bevor die zweidimensionalen weiter zu Wall-E und Rob gehen, wurde als notwendig erachtet. Als kurzfristige Überbrückung wurde von der Komptech Americas sofort ein langsam laufender Zerkleinerer als Leihmaschine geliefert.

 

Terminator & Ballistor

Als Vorzerkleinerer kommt im neuen Anlagenkonzept der Terminator 5000S zum Zug. Neben seiner Robustheit und Verschleißfestigkeit kann er vor allem mit Störstoffunempfindlichkeit punkten. Die aufgepanzerte Walze der Maschine wurde mit dem F-Zahn, der Gegenkamm mit gepanzerten Zähnen bestückt. Um einen problemlosen Betrieb zu gewährleisten, entschloss man sich für eine „High Clearance“- Maschine, wobei die Distanz zwischen Walzenunter- und Förderbandoberkante einen Meter beträgt.
Für die Abtrennung der Feinteile sowie der flächigen Fraktion kam nur der ballistische Separator Ballistor 10300 in Frage, der die Trennung in drei Fraktionen in einem Bearbeitungsschritt übernimmt. Um den Materialstrom auf der gesamten Arbeitsbreite des Ballistor gleichmäßig zu verteilen, kommt eine mit 45 Grad geneigte Vibrationsförderrinne zum Einsatz.

 

Das neue Anlagenkonzept im Detail

Grün: Lieferumfang Komptech Americas
Rot: Bestehende Fördertechnik
Grau: Neue Fördertechnik
Blau: Bestehende Maschinentechnik

 

Abschließende Sortierung

Die durch den Ballistor erzeugte zweidimensionale Fraktion wird manuell sortiert. Der Feinanteil wird mit dem bestehenden Flachsieb ein weiteres Mal gesiebt. Der feine Anteil wird abgetrennt und als Deponieabdeckung verwendet, die Mittelfraktion mit Hilfe des bestehenden Windsichters bearbeitet. Ziel ist es, aus dieser Mittelfraktion das Holz zu gewinnen.

Der Eisenanteil im dreidimensionalen Material wird per Magnetabscheider ausgeschleust und in zwei Schubbodenbunker befördert. Die Durchsatzleistung der Aufbereitung ist verglichen mit der Sortierleistung von Wall-E und Rob höher, sodass die Aufbereitung in einer Schicht, die Sortierung gar in drei Schichten arbeitet. Rob und Wall-E sehen nur noch kubische Teile. Bis auf Holz muss alles entfernt werden. Aufgrund der Dosierungsmöglichkeit in den Bunkern sowie der dreimaligen Umschichtung des Materials vor der Erkennungseinheit von ZenRobotics sind wenige Überraschungen für die Roboter zu erwarten. Keine Überdeckungen, genügend Zeit, die Geschwindigkeit des Bandes zu wählen, und vor allem 24 Stunden pro Tag Arbeit. Für dieses neue Aufbereitungskonzept wurden Walter Biel und Recon Services von der amerikanischen Construction & Demolition Recycling Association als „Recycler des Jahres 2018“ ausgezeichnet.

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