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Wie die steirische Technologie Abfallfette zukunftsweisend verarbeitet

8. August 2018 // blog, Newsmeldungen,

Die Herstellung von Biodiesel hat sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt auf die Nutzung von Abfall- und Reststoffen konzentriert. Der Bedarf an der zuverlässigen Aussortierung problematischer organischer Materialien aus der Nahrungsmittelkette steigt, der Ruf nach einer Senkung von Treibhausgasen wird immer lauter. Es gibt unterschiedliche Technologien, die es möglich machen, Abfall als Ressource zu definieren und daraus hochwertigen Biodiesel herzustellen. BDI verfügt mit ihrer patentierten Multi-Feedstock Technologie über das nötige Wissen und eine jahrzehntelange Erfahrung, aus diversen Rohstoffen umweltfreundlichen und wertvollen Biodiesel zu produzieren, der die weltweit strengsten Qualitätsstandards übertrifft.

Photocredit: BDI Biodiesel UK

Graz war eine der ersten Städte weltweit, die bereits im Jahr 1994 ein System zur Sammlung von Altspeiseölen- und -fetten von privaten Haushalten und Gaststätten eingeführt hat. BDI hat gemeinsam mit der SEEG die weltweit erste Biodieselanlage gebaut, die diese Abfallstoffe im industriellen Ausmaß bearbeiten kann. Man erklärte der Bevölkerung, was Altspeisefette und -öle zu einer wertvollen Ressource macht und vervollständigte die Kreislaufwirtschaft, indem auch die städtische Busflotte auf Biodiesel aus Altspeiseöl umgestellt wurde.

Der Erfolg dieses Pionierkonzepts liegt mit Sicherheit auch daran, dass in Österreich das Thema Recycling bereits seit dem 2. Weltkrieg einen hohen Stellenwert eingenommen hat. Die damalige Ressourcenknappheit führte zu einem verstärkten Bewusstsein hinsichtlich der Abfalltrennung.

Aber auch in anderen Großstädten nimmt man sich dem Thema Abfallverwertung an. Es macht Sinn, dass durch die Sammlung von Altspeiseölen- und fetten vermieden wird, dass dies alles im Kanal landet. Ein wichtiges Beispiel hierfür konnte man vor kurzem in allen Medien lesen – der Fettberg in London hat für große Aufmerksamkeit gesorgt.

Photocredit: Tim Anderson, Fatberg London

Aber was steckt dahinter?

Ein großer, bizarrer 130 Tonnen schwerer Fettberg hat dort die Kanalisation verstopft. Die Fettklumpen bestehen vor allem aus hartem Kochfett und Windeln – alles, was man eigentlich nicht in den Kanal kippen sollte. Und das hätte mit einem passenden Altspeisefettsammelsystem vermieden werden können. Das Unternehmen Argent Energy hat sich dieses Problems angenommen und nahe Manchester eine Biodieselanlage gebaut, in der mit der von BDI eingesetzten Technik auch die komplexesten Ausgangsstoffe in Biodiesel umgewandelt werden können.

Nähere Infos zur BDI Multi-Feedstock Technologie sind hier zu finden: Link zu Produktbeschreibung auf Website oder Kompetenzlandkarte

Was folgt?

BDI arbeitet bereits an Projekten in Amerika. In Kalifornien nutzt das Unternehmen Crimson Renewable Energy das Potential von Altspeisefett, das in den Ballungsräumen (besonders in Los Angeles) gesammelt wird. Auch hier hat BDI die Finger im Spiel – die innovative RepCat Technologie verwendet einen recyclebaren Katalysator, wodurch die Kosten drastisch reduziert werden und die Qualität der Endprodukte entscheidend verbessert werden.

 

Kontakt:
Hermann Stockinger
VP of Globas Sales @ BDI
sales@bdi-bioenergy.com

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